Freude
Gedicht der Freude
Freude, Funke ew’ger Quelle,
Licht, das durch die Welten zieht,
hebe uns aus finstrer Hülle,
zeige, was in Wahrheit blieb.
Freude bringt die Leichtigkeit
in allem Tun und Sein,
sie löst die Last der Dunkelheit,
macht jedes Herz nun rein.
Freude nur im Herzen klingt,
vergessen war es nur.
Freue dich, o Gotteskind,
von Ärger keine Spur.
Freude trägt uns leicht und frei
über Last und Berg.
Wie ein warmer Morgenwind
verweht den kleinen Zwerg.
Alle Völker, alle Herzen
sind in deinem Glanz vereint.
Keine Trennung, keine Schmerzen –
Liebe ist, was ewig scheint.
Brüder, Schwestern, lasst uns singen,
jubelnd hebt die Hände an!
Freude wird die Welt durchdringen,
weil sie ewig strahlen kann.
Freude strahle ohne Ende,
leuchte hell in jedes Herz!
Fließe frei in alle Hände,
nichts bleibt – von Nacht und Schmerz.
Ewig klingt deines Geistes Lied,
über Erde, Zeit und Raum.
Freude wird uns alle einen
hin zum großen Weltenbaum.
Gebet der Freude
Vater, Freude lebt in mir,
wie dein Licht, sanft und rein.
Nie verließ sie meine Nähe,
immer bin ich dein, nur dein.
Alle, die im Dunkel suchten,
dürfen nun das Licht erfahr’n.
Freude ist die Antwort darauf,
was wir ewig in uns sah’n.
Leise fließt sie durch die Seelen,
weckt, was lange schlief im Traum.
Freude ist, was uns ergreift –
ew’ger Friede, Herz und Raum.
Freude, stille Himmelsgabe,
du vergehst in mir nicht mehr.
Was ich teile bleibt auf ewig,
kommt zurück, vermehrt so sehr.
Nie mehr will ich Dunkel fürchten,
nie mehr glaub ich an die Not.
Freude ist das eine Leben,
in dir, Vater, ewig groß.
Die Wahl der Freude
Freude wohnt in dir allein,
sie fragt nicht nach den Grund.
Kein Ärger kann gerecht je sein,
die Wahl in dir macht’s kund.
Freude ist die freie Wahl,
ihr Licht verlöscht dir nicht.
Der Zwerg mag schreien ohne Zahl –
doch Freude weicht ihm nicht.
So steh ich frei in meiner Wahl,
nur das werd ich erfahr’n:
Ich wähle Licht, und Heilung naht,
der Geist wird’s offenbar’n.