Ich war niemals allein
Zwei Lichter – ein Ursprung Version 1 – Poetisch-spirituelle Fassung Sprache des Herzens, des inneren Erkennens
In einer Welt, die Schatten malt,
aus Trennung, Zeit und Schuldgestalt,
da ging ich, suchend – leer und klein,
vergessend: Ich kann niemals einsam sein.
Die Straßen flüstern von Verlust,
die Stimmen rufen nach Genuss,
doch tief in mir, ein sanftes Licht,
das sagt: „Mein Kind, das ist es nicht.“
Denn nichts ist fort, was ewig lebt,
kein Herz, das sich dem Einen gibt,
geht je verloren, fällt je tief –
es träumt nur kurz, dass es nicht liebt.
Ich sah den Mangel, nannte ihn die Welt,
doch er war nur das, was mir gefällt:
Ein Spiegelbild aus meinem Geist,
das sich in Formen selbst erweist.
Und wenn ich weine, wenn ich schrei’ –
weiß ich: Der Himmel weint dabei.
Doch nicht aus Schmerz, nein –
aus Verstehn, weil ich bereit bin, heimzugehn.
Ich bin der Bote, nicht das Ziel,
ich bin das Feuer, nicht das Spiel.
Ich trage Licht durch diese Nacht,
bis auch der Letzte heim erwacht.
Und wenn der Körper leise spricht:
„Du bist allein“ – glaub ihm das nicht.
Denn du und ich, wir sind vereint –
in einer Liebe, die ewig scheint.
Mein Demuts-Dank gebührt dem Licht,
welches durch mich und alles spricht.
Der Wahrheit Stille hör ich nun zu,
um ihm zu geben, was lässt mir keine Ruh –
den Schatten meines falschen Seins,
auf dass ich leuchte – ganz in Einem.
Diese Fassung spricht direkt zur Seele und erinnert an das Licht hinter dem Traum.
Version 2 – Philosophisch-Poetische Fassung Sprache des Geistes, der kontemplativen Tiefe
In einer Welt, die Trennung liebt
und sich im Spiegel selbst vergisst,
geht ein Geist, der einst vollkommen war,
durch Formen, Schatten, Raum und Jahr.
Er glaubt zu suchen, was er nie verlor,
steht vor verschloss’nem, offenem Tor,
und spürt im Herzen still und klar:
„Ich bin nicht Körper – ich bin wahr.“
Was Mangel heißt, ist nur Idee –
ein Schleier, der verdeckt das Reh,
das trinkt am Fluss der Einheit still,
wo kein Verlangen bleiben will.
Die Einsamkeit? Ein Flüstern nur aus
einer alten Denkensspur, die mir erzählt,
ich sei allein – doch leise spricht:
„Du bist daheim.“
Ich bin nicht hier, um Recht zu haben,
nicht um zu siegen, nicht zu laben –
Ich bin ein Bote, der da geht,
bis jede Angst im Licht vergeht.
Ich danke dem, was durch mich spricht,
dem Ursprung aller Welten-Sicht.
Ich geb zurück, was nie echt war –
mein falsches Selbst, so wunderbar…
…dass Licht nun durch mich atmen kann
und jeder Trennung enden dann,
und ich, befreit von Form und Schein,
in deinem Licht darf ewig sein.